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12.11.2013

Neu: Arabische Tastatur online

Was bietet die virtuelle Tastatur von «arabisch.tv» für Möglichkeiten?

Die virtuelle Arabischtastatur von «arabisch.tv» eine wohltuende Alternative zu den gegenwärtigen Platzhirschen im Netz. Sie glänzt nicht nur durch Ergonomie, sondern auch durch ihre Vielseitigkeit und die Ersparnis von Arbeitsschritten. Und sie ist kostenlos.
Image courtesy of arabisch.tv
Besonders, wenn man an einem fremden PC sitzt und zum Beispiel eine arabische E-Mail versenden möchte, kann man nicht unbedingt einfach die Systemeinstellungen ändern und den arabischen Schreibmodus einschalten. Aus diesem Grunde gibt es seit geraumer Zeit Webseiten im Internet, die virtuelle Tastaturen anbieten. Waren die meisten zu Beginn ein bloßes Tastaturbild, auf dem man sich mit der Maus - oder noch schlimmer: mit dem Touchpad des Notebooks - seinen Text mühsam zusammenklicken musste, so bieten mittlerweile einiger dieser kleinen Anwendungen auch die Möglichkeit, mit der eigenen Hardware-Tastatur allein dadurch Texte in arabischer Schrift schreiben zu lassen, indem man diese in ein spezielles, bereitgestelltes Text eintippt.

So gehört auch die kostenlose virtuelle Tastatur von zu dieser modernen Generation fortgeschrittener Schreibmöglichkeiten - und ist diesen zugleich um Längen voraus.

Schon zu Beginn fällt die angenehm große Tastatur mit den animierten Buttons, sowie die hohe Ergonomie, die sie bietet, auf. Wie auf einer echten Tastatur sind die Umschalttasten (Shift) hier nicht bloßer Schmuck, sondern haben die von einer Standardtastatur gewohnte Funktion. Sie hat sogar der Hardware-Tastatur etwas voraus, nämlich, dass beim Klick auf sie die mit ihr verfügbaren Zeichen auf der Tastatur sichtbar werden. Begrüßenswert werden es sicher viele finden, dass durch eine spezielle Färbung die wichtigen Vokalzeichen-Tasten schnell zu finden sind. - Nicht einmal die Taste zur Umschaltsperre („Caps Lock“) fehlt, und sie funktioniert genauso wie von einer realen Tastatur gewohnt.

Nutzer von Tablets und iPads haben Grund zur Freude, da durch die großen virtuellen Tasten und eine besondere technische Anpassung auch auf diesen Geräten mit der -Tastatur arabische Texte geschrieben werden können.

Auch beim direkten Eintippen braucht man sich (im Gegensatz zu den geläufigen Arabisch-Schreibanwendungen) nicht umzugewöhnen: Die Tastenbelegung ist eins zu eins die weltweit gebräuchliche, saudi-arabische Anordnung. Es ist jedoch darauf zu achten, dass wenn der Browser deutschsprachig ist, der Systemschreibmodus ebenfalls deutsch sein muss („DE“), wenn man tippen statt klicken will. Für englische, französische oder spanische Nutzer stehen aber entsprechende Versionen der Tastatur bereit.

Sehr nützlich und manche Arbeitsschritte sparend ist, dass man nach Eingabe des arabischen Textes, diesen mit einem einzigen Klick direkt an verschiedene Suchmaschinen und Recherchequellen senden und auf diese Weise geradewegs eine Suche durchführen kann. Zur Auswahl stehen dabei die Google-Websuche, die Google-Bildersuche und Youtube – aber sinnvollerweise auch die arabische Version der Wikipedia, ein Arabisch-Deutsch-Wörterbuch, der Google-Textübersetzer und sogar der Koran, so dass sich das passende Koranzitat anhand eines Schlüsselworts schnell finden lässt. So funktioniert der Textbereich der -Tastatur wie das Eingabefeld einer multifunktionalen Suchmaschine.

Damit ist die virtuelle Arabischtastatur von eine wohltuende Alternative zu den zwei gegenwärtigen Platzhirschen im Netz, von denen bis jetzt keiner derartige Fähigkeiten in diesem Umfang besitzt. Vielmehr fallen beide mit der Unvollständigkeit ihres Tastaturlayouts beim Eintippen auf. So lässt sich der Buchstabe „ذ“ nicht an der gewohnten Stelle erreichen (links neben der „1“-Taste), so dass man u.U. mehrmals mittendrin beim Tippen gezwungen ist, zur Maus zu greifen. Auch die interne Anordnung beim Tippen der Zeichen „غ“ und „ئ“ weicht von der grafischen Darstellung der Tastatur ab – beim Tippen sind diese beiden Buchstaben vertauscht. Eines der beiden beherrscht nicht die indischen Zahlen, die im arabischen Raum ja weit verbreitet sind.

Die Tasten der zwei Fremdangebote sind darüber hinaus klein oder die Aufschriften farblich nicht angemessen hervorgehoben. Nicht nur deswegen, sondern auch durch Fokussierungsprobleme ist eine derartige Tastatur für Tablets und iPads unbrauchbar. Auch die zum Einsatz kommende Technik zur Schriftgenerierung ist fragwürdig: Bei einem der beiden taucht beim Tippen störenderweise zunächst der lateinische Buchstabe auf, so dass man mitbekommt, wie dieser in einen arabischen Buchstaben umgewandelt wird. Hält man eine Taste etwas zu lange gedrückt, bleiben lateinische Buchstaben übrig, oder der Cursor spielt beim Markieren verrückt.

Demgegenüber bietet die virtuelle Arabischtastatur von ein vollständiges internes Tastaturlayout, die Buchstaben sind dort zu finden, wo sie zu erwarten sind, es beherrscht indische Ziffern, zeigt den jeweils getippten arabischen Buchstaben ohne Umweg über das lateinische Alphabet sofort an und lässt einem die Freiheit, die man auch sonst bei der Benutzung der eigenen Tastatur gewohnt ist.




Kommentare

Schreibender schrieb am 2014-02-02 at 17:02:26 Uhr:

Macht Spaß, damit zu schreiben!

Mohamed schrieb am 2015-03-16 at 13:09:11 Uhr:

Auch ein Vorteil dieser Tastatur ist, dass man beim Drücken der Shift-Taste sieht, welche Zeichen sich sonst so hinter den Tasten verbergen.

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